Guten Tag, wo ist mein Fuß?

Ein Theaterrummel nach Bildern von Joan Miró
Objekttheater, Tanz und Bildende Kunst
für Familien und Kinder ab 4 Jahren

Eine Spielerin und eine Tänzerin laden ein zu einer ungewöhnlichen, spannenden und lustvollen Reise in die Bilderwelt des Malers Joan Miró. Da wird ein Mond zum Bauch, ein Auge zum Stern und ein Pendel zur Tänzerin.

Wie auf einem Rummelplatz kommt alles in Bewegung: Karussellfahrten, Versteckspiele und Schiffsschaukeln befreien die Figuren, Zeichen und Linien aus Mirós Bildern. Sie beginnen zu sprechen, zu laufen und erzählen skurrile, stille und erstaunliche Geschichten.

Im Wechselspiel von Tanz, Schauspiel und Objekttheater entsteht eine Aufführung nach Art der Clowns, phantasievoll, pendelnd zwischen Poesie, Unwissenheit, Neugier und Wagemut.

Spiel: Martina Couturier
Tanz: Jule Oeft
Regie und Bühne: Heiki Ikkola
Objekte, Kostüme: Sabine Köhler

Gefördert vom Berliner Kultursenat

Trailer zu „Guten Tag, wo ist mein Fuß?“

Kritik nach dem Auftritt bei den Pole Poppenspäler Tagen 2015

Ein merkwürdiger Titel für so ein künstlerisches Stück. Miros Malerei, seine Zeichnungen, Figuren, Farben und Symbole umgesetzt in eine bildhafte Sprache ausgedrückt in szenischer Darstellung. Ist das überhaupt möglich? Können Kinder es verstehen?

Das waren meine Gedanken zu Beginn der Vorstellung. Am Ende der Vorstellung war ich mir sicher: Ja, es ist machbar und phantastisch.

Miros Bilderwelt ist auf wenige symbolhafte Figuren, Flächen, Formen reduziert: Kreise, Mond, Sterne, Frau, Vogel, Punkte in klaren blauen, gelben und roten Farbtönen umfassen sein Universum von Mensch und Natur.

Steht man vor seinen Werken sind sie nur mit dem Herzen zu erfassen. Assoziationen entstehen, ähnlich wie in diesem Theaterstück kommen die Bilder in Bewegung und erzählen Geschichten wie diese:

Wirklich komisch die Szene, als plötzlich der Fuß von Jule Oeft aus der Kiste herauskommt und ein Eigenleben entwickelt. Der bewegliche Fuß, kriecht in das Hosenbein von Martina Couturier und klettert ihr fast auf den Schoß. Mond und Sterne werden zu Sinnbildern, Striche, Figuren werden zu Gesichtern, Körpern, Menschen.

Wundersam wie in einem Traum und gleichzeitig ein liebevoller Blick auf unsere reale Welt, wo Liebe und Geborgenheit ein wichtiger Baustein des Zusammenlebens sind.

Für Erwachsene eine philosophische Frage und für Kinder vielleicht die erste Begegnung mit Malerei.

Martina Couturier und Jule Oefts Objekttheater mit Tanz und Miros wundersamer Bilderwelt erzählen Geschichten voller magischer Momente.

Hier wurde Miro wahrlich zum malenden Poeten.

Für mich eine künstlerische Kostbarkeit des diesjährigen Figurentheater Festivals.